2023

Konservierung

St. Ursenplatte

St. Ursenplatte
Solothurn
Beitragsjahr 2023
Erbauungsjahr 1586
Konservierung
Die lateinisch abgefasste Inschrift ist in eine einheimische Kalksteinplatte gemeisselt und durch Verwitterung nur noch teilweise lesbar. Der vom Steinbildhauer Til Frenzel geschaffene Abguss bewahrt die Inschrift in ihrer ursprünglichen Form und sichert damit dieses kulturhistorisch bedeutende Zeugnis. Restaurator Daniel Derron kolorierte die Schriftzeichen und stellte so die Lesbarkeit des Textes so weit als möglich wieder her.
Kultur- und kunstgeschichtliche Bedeutung

Bei der Tafel handelt es sich gemäss Markus Hochstrasser („Solothurn, eine vergessene Inschrifttafel“ im Jahrbuch Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Solothurn, 1998) um die Bauinschrift des 1586 neu errichteten Stiftsschulhauses – dem Vorgängerbau des heutigen Hauses Hauptgasse 72. Das damalige Schulhaus vereinte die Lateinschule des St.-Ursen-Stiftes und die deutsche Schule der Stadt unter einem Dach. Ein Zwölferkollegium, eingesetzt von Rat und Volk, bildete die Aufsichtsbehörde. Auf der Inschrift werden namentlich Stadtvenner Laurenz Arregger (1540–1616), ein führender Ratsherr mit Aufsichtsfunktion, sowie Stadtschreiber Hans Jakob vom Staal (1540–1615) genannt.

Mit der Finanzierung dieses Projekts erfüllt die Paul Feser Stiftung ihren Zweck, denkmalpflegerisch wertvolle Objekte im Kanton Solothurn zu erhalten und das Bewusstsein für das kulturelle Erbe zu fördern.

© Text: Medienmitteilung der Paul Feser Stiftung vom 19. März 2026
© Fotos: Karin Heimann, 2026

Weitere Projekte

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