2024

Konservierung

Stifterwappen und Malereien am Chorbogen der Dreibeinskreuzkapelle

Stifterwappen und Malereien am Chorbogen der Dreibeinskreuzkapelle
Solothurn
Beitragsjahr 2024
Konservierung
Die Chorbogenmalereien und das Stifterwappen wurden konservatorisch gesichert. Ziel war die Stabilisierung des Bestands und die Reduktion weiterer Substanzverluste, ohne den historischen Charakter zu verändern.
Kultur- und kunstgeschichtliche Bedeutung

Die Baugeschichte der Dreibeinskreuzkapelle beginnt 1504. In der 2.Hälfte des 17.Jahrhunderts wurde sie erneuert und 1692/93 umfassend neugestaltet. Ihre heutige Ausstattung stammt zum grössten Teil aus dieser Zeit. Dazu gehören auch der monumentale Hauptaltar im Chor und die beiden schlichteren Seitenaltäre beidseitig des Chorbogens. Ebenso zu dieser Ausstattungsphase gehört die Kanzel (sie könnte jedoch auch leicht älter sein). Ein weiteres wichtiges Ausstattungselement sind die über den Kapellenfenstern gemalten polychromen Stifterwappen sowie das im Chorbogenscheitel gelegene Wappen des St.-Ursen-Stifts. Letzmalig umfassend restauriert wurden sie 1850. Ihre Erhaltung scheint durch Risse im Gipsuntergrund und malerische Farbverluste gefährdet zu sein.

Durch ihre praktisch komplett erhaltenen Ausstattungen aus dem ausgehenden 17.Jahrhundert gilt die Kapelle als kantonal und national bedeutendes Schutzobjekt. Der Unterhalt ist aufwändig und kostspielig und erfordert ein permanentes Überwachen und Unterhalten der Ausstattungen im Innern durch Fachleute in der Dokumentation und Ausführung.

© Text: Urs Bertschinger, 2024

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